AMANI

Amani ist erst fünf Jahre alt und weiß nicht einmal, was ein normales Leben ist. Ihr
ganzes bisheriges Leben besteht nur aus Krieg, Bomben, Hunger und Angst, und doch hat sie ihr Lächeln nie verloren. Amani musste ein Zeh amputiert werden, auf Grund von einer Verletzung zugefügt durch einen Luftangriff. Ihr Zeh hätte gerettet werden können, wenn sie nicht in einem von vielen belagerten Orten Syriens leben
würde, mit sehr eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsversorgung. UOSSM fand das junge Mädchen – ein nerv an ihrem Unterschenkel wurde durch ein Schrapnell verletzt, was zu einer Art Schwäche und Lähmung ihres Vorderfußes führte. Die Ärzte von UOSSM haben alles getan, um ihren Fuß zu retten, aber leider musste einer ihre Zehe amputiert werden. Anschließend wurde Amani in das Rehabilitationszentrum von Sarmada überwiesen. Mit drei physiotherapeutischen Sitzungen pro Woche erholte sie sich und verbesserte ihre allgemeine körperliche
Verfassung.

FATOOMA

Der Krieg hat die Kinder Syriens in in vieler Hinsicht schwer getroffen: psychologisch, sozial, psychisch und physisch. Fatooma war eines dieser Kinder. Das 11-jährige Mädchen litt körperlich und geistig. Sie hatte Schwierigkeiten beim Balancieren, besaß ein geringes Selbstwertgefühl, ging nicht zur Schule und musste sich im sozialen Umgang vielen Hürden stellen. Mit Absprache der Eltern wurde Fatooma in das „Friends of Children Center“ gebracht. Ein umfassender Behandlungsplan wurde für sie erstellt und nach kurzer Zeit begann Fatooma sich zum Positiven zu entwickeln. Sie lernte Lesen und Schreiben und fand ein gewisses Selbstwertgefühl. Sie lernt auch, beim Gehen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wir freuen uns einen Teil dazu beigetragenen zu haben, dass Sie ihr Leben wiedererlangt hat und nach langer Zeit wieder ein Lächeln zeigt.

KHALED

Kinder auf der ganzen Welt beschweren sich darüber, dass sie zur Schule gehen müssen. Khaled war wahrscheinlich eines von ihnen. Dann, an einem schicksalhaften Tag, wurde Khaled’s Schule mitten im Unterricht bombardiert. Khaled überlebte, aber die Narben der Angst waren so tief, dass er nie wieder zur Schule gehen wollte. Er und seine Familie mussten auch ihr Zuhause verlassen und fliehen um am Leben zu bleiben, nachdem das Gebiet unter Beschuss geraten war. Seit zwei Jahren sind sie nun schon Binnenvertriebene. Wir fanden zufällig den kleinen Jungen und halfen ihm mit seinen Ängsten fertig zu werden. Nach mehreren intensiven Sitzungen hat Khaled endlich den Mut gefunden, wieder in die Schule zu gehen. Jetzt ist sein größter Wunsch ein Ingenieur zu werden und die Welt zu verändern.

HANAN

Die 2-Jährige Hanan, hat in ihrem zarten Alter schon sehr viel durchmachen müssen. Seit ihrer Geburt spürt sie die Schmerzen des Krieges – denn sie weiß, wie es sich anfühlt einen ganzen Monat lang unterwegs zu sein, nur um einen sicheren Unterschlupf zu finden. Als Hanan zu uns kam war schnell klar: sie leidet an extremer Mangelernährung. Hanan wog nur noch 8 Kilogramm und war nur 79 Zentimeter groß. Sie wurde sofort in ein medizinisches Grundversorgungszentrum eingeliefert. Das kleine Mädchen wurde mit Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und Eisen versorgt. Die ganze Zeit über war sie in unserer Obhut und wir freuen uns heute berichten zu können, dass sie an Gewicht zugenommen hat und es ihr sehr viel besser geht. Sie wird von Tag zu Tag stärker und wir sind stolz darauf, dass Hanan so eine tapfere, kleine Kämpferin ist.